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Innere Medizin
Bereich: Neurologie

 

Liebe Patientin, lieber Patient

In der Erweiterung der Inneren Medizin, dem neurologischen Bereich werden interdisziplinär und interprofessionell alle akuten und chronischen Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark sowie Nerven und Muskeln diagnostiziert und behandelt. Hierzu werden sowohl die abteilungseigene, moderne apparative Ausstattung als auch die technischen Einrichtungen unserer Kooperationspartner intern und extern genutzt. Basierend auf individuellen Therapiekonzepten optimieren wir den Therapieerfolg durch die Zusammenarbeit verschiedener therapeutischer Berufsgruppen im Hause sowie durch engen Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten und ggf. die Einleitung weiterführender Rehabilitationsmassnahmen.

Patienten mit neurologischen Erkrankungen werden über die zentrale Notfallambulanz aufgenommen. Bei geplanten Aufenthalten bringen Sie bitte eine Einweisung von Ihrem Haus- oder Facharzt sowie evtl. vorhandene Vorbefunde mit.

Dr. Christian Börnke
Leitender Arzt Bereich Neurologie

Behandlungsschwerpunkte

Schlaganfall

Bei Schlaganfallsymptomen wie z. B. Lähmungen, Gefühls- oder Sprachstörungen sollte immer sofort der Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 alarmiert werden, denn der Schlaganfall ist immer ein Notfall. Jede Minute zählt um bleibende Schäden zu begrenzen und weitere Komplikationen zu verhindern. Wir haben insgesamt acht Betten auf einer Station, die mit modernster Monitortechnik ausgestattet sind und die kontinuierliche Überwachung von Herzrhythmus, Atmung, Blutdruck und Körpertemperatur gewährleisten. Unmittelbar nach der Akutbehandlung setzt die Frührehabilitation durch Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie ein. Zudem wird durch weitergehende Diagnostik die Ursache des Schlaganfalls ermittelt um eine gezielte Therapieplanung durchführen zu können. Ggf. werden Patienten von uns aus zur weiterführenden Rehabilitationsbehandlung verlegt.

„Vor allem schnelles Handeln ist bei einem akuten Schlaganfall entscheidend. Je eher wir die Gefäße wieder geöffnet haben, desto geringer sind die Folgeschäden.“

Dr. Firas El-Khatib

Parkinson – Demenz – Gangstörung im höheren Lebensalter

Die Parkinsonerkrankung, dementielle Erkrankungen sowie Gangstörungen im höheren Lebensalter sind mit erheblichen Einschränkungen für die Betroffenen verbunden, Alltagsaktivitäten können nur noch erschwert oder kaum mehr durchgeführt werden. Im Einzelfall muss abgeklärt werden, welche medikamentösen oder weitergehenden Behandlungsansätze zur Linderung der Symptome neben der unterstützenden Therapie durch Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie infrage kommen. Für Parkinsonpatienten steht zudem die standardisierte Komplexbehandlung zur Verfügung, die verschiedene Therapiemodule beinhaltet.

„Parkinson annehmen und damit leben – mit einer individuellen Diagnostik und Therapie ist vieles möglich.“

Dr. Christian Börnke

Schwindel und Kopfschmerz

Schwindel und Kopfschmerz können die Befindlichkeit dauerhaft einschränken, aber bei akutem Auftreten gelegentlich auch Symptom einer schwerwiegenden Grunderkrankung sein. Die genaue diagnostische Abklärung der zugrunde liegenden Störung ist daher notwendig, um neben der symptomorientierten ggf. eine ursächliche Therapie einleiten zu können. Hierzu stehen unserer Abteilung neben der fachlichen Expertise alle erforderlichen bildgebenden, neurophysiologischen und neurosonologischen Verfahren zur Verfügung, sodass im Anschluss an den stationären Aufenthalt die Therapie mit dem Haus- oder Facharzt weitergeführt werden kann.

„Es gibt viele verschiedene Arten von Schmerz. Er fühlt sich bei jedem Menschen anders an und muss deswegen ganz eng und individuell begleitet werden.“

Dr. Radu Bistrean

Multiple Sklerose

Alle Maßnahmen, um die Multiple Sklerose zu diagnostizieren und von ähnlich verlaufenden Erkrankungen abzugrenzen, können in unserem Bereich durchgeführt werden. Hierzu zählen neben der Kernspintomographie von Gehirn und Rückenmark die Analyse des Nervenwassers sowie die Ableitung sog. Evozierter Potentiale im Rahmen der neurophysiologischen Diagnostik. Bei Krankheitsschüben führen wir hier eine hochdosierte Kortisontherapie durch und leiten ggf. eine weitergehende medikamentöse Behandlung zur Schubprophylaxe ein. Zudem überprüfen wir, inwieweit eine symptomorientierte Therapie zur Behandlung von Spastik, Blasenstörungen, Schmerzen oder Erschöpfung angezeigt ist. Für die Erörterung komplexer Fragestellung sowie komplizierter Verläufe stehen wir mit hochspezialisierten Zentren in Verbindung.

„Multiple Sklerose ist eine sehr unterschiedlich verlaufende Krankheit. Alle medizinischen Maßnahmen dazu können wir in unserem Bereich durchführen. Zudem arbeiten wir in der Differenzialtherapie mit hochspezialisierten Zentren zusammen.“

Heiko Rinsche

Polyneuropathie und Radikulopathie

Erkrankungen der peripheren Nerven werden durch neurophysiologische Verfahren diagnostiziert und müssen hinsichtlich ursächlicher und symptomatischer Therapiemöglichkeiten überprüft werden. Neben häufigen Ursachen wie Zuckerkrankheit und Vitaminmangel sind auch seltenere Ursachen zu berücksichtigen, die ggf. durch Nervenwasseranalyse oder feingewebliche Nervenuntersuchungen erkannt werden. Bei den Nervenwurzelerkrankungen, die häufig mit Schmerzen und Taubheitsgefühl sowie auch mit Lähmungen einhergehen, finden sich Bandscheibenvorfälle und Einengungen des Wirbelkanals als häufigste Ursachen. Sollte eine operative Therapie erforderlich sein, leiten wir unsere Patienten an entsprechende Spezialabteilungen weiter. Für die konservative Therapie steht uns ergänzend die Kooperation mit einer invasiv arbeitenden Schmerztherapeutin zur Verfügung.

Epilepsie

Epileptische Anfälle können Folge einer Erkrankung des Gehirns sein, die dringend abgeklärt werden muss. Hierzu stehen uns diagnostische Verfahren wie Kernspintomographie, Elektroenzephalographie und ggf. Nervenwasseranalyse zur Verfügung. Wiederholen sich epileptische Anfälle ohne erkennbaren Auslöser ist meist eine Epilepsie die Ursache. Diese erfordert in der Regel eine medikamentöse Dauerbehandlung zur Vermeidung weiterer Anfälle. Medikamentöse Ein- bzw. Umstellungen nehmen wir in unserem stationären Bereich vor. Für lebensgefährliche Anfallshäufungen (,Status epilepticus’) stehen intensivmedizinische Behandlungsplätze zur Verfügung.

Ausstattung, Diagnostik und Kooperationspartner

Der Bereich Neurologie verfügt über 24 Betten und 8 Schlaganfall-Betten sowie
Belegungsmöglichkeit auf den interdisziplinären Intensiv- und Komfortstationen.
Diagnostisch werden alle gängigen neurosonologischen (Doppler-, Duplex-, Nevensonographie) und neurophysiologischen (Elektroenzephalographie, Evozierte Potentiale, Neurographie und Elektromyographie) Verfahren durchgeführt. Zudem erfolgt in unserem Bereich die testpsychologische Diagnostik und Nevenwasseruntersuchung nach Lumbalpunktion.

Unsere Kooperationspartner sind die Radiologische Praxis Dr. Falck im Hause zur Durchführung sowohl der modernen Schnittbilddiagnostik wie Computer- und Kernspintomographie als auch nuklearmedizinischer Verfahren, die Praxis Frau Dr. Mielke im Rahmen der schmerztherapeutischen Versorgung sowie die Kardiologen im Hause und die Gefässchirurgische Abteilung im Elisabeth-Hospital Iserlohn. Endovaskuläre Interventionen beim akuten Schlaganfall (,Thrombektomie’) werden in Kooperation mit der Neurologischen und der Radiologischen Abteilung des Johannes-Hospitals in Hagen durchgeführt.

„Unsere Neurologie behandelt ganz gezielt Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln. Darauf sind wir spezialisiert, das ist unser Fokus.“

Dr. Christian Börnke

Das Team des Bereiches Neurologie

 

Dr. med. Christian Börnke
Ltd. Oberarzt Dr. med. Christian Börnke Facharzt für Neurologie c.boernke(at)kkimk.de
Dr. med. Radu Bistrean
Oberarzt Dr. med. Radu Bistrean Facharzt für Neurologie und Neurochirurgie r.bistrean(at)kkimk.de
Heiko Rinsche
Oberarzt Heiko Rinsche Facharzt für Neurologie h.rinsche(at)kkimk.de
Dr. med. Firas El-Khatib
Oberarzt Dr. med. Firas El-Khatib Facharzt für Neurologie
Sekretariat Petra Wulfmeier Tel. 02373 168-1651 Fax 02373 168-1501