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Diabetologie

Diabetes mellitus

Die Betreuung von Typ-1- und Typ-2-Diabetikern ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Inneren Medizin I. Die Abteilung ist ein nach Kriterien  der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Zertifiziertes Diabeteszentrum für Typ I- und Typ II-Diabetiker und eine Zertifizierte stationäre Fußbehandlungseinrichtung.

Unsere Schwerpunkte

  • Strukturierte Diabetiker-Schulung durch speziell ausgebildetes Fachpersonal
  • Intensive Betreuung von Diabetes-Patienten, z.B. bei komplizierten Diabeteseinstellungen
  • Anleitung und Betreuung von Patienten mit Insulinpumpen
  • Interdisziplinäre Betreuung von Patienten mit diabetischem Fuß-Syndrom in Verbindung mit der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
  • strukturierte Wundversorgung durch ein Wundmanagement-Team

Diabetisches Fußsyndrom

Diabetes mellitus ist eine häufige Erkrankung in Deutschland und im Verlauf können sich  Missempfindungen an den Beinen (Neuropathie) und Verkalkungen der Blutgefäße (Arteriosklerose) entwickeln. Diese Erkrankungen  können zu offenen Wunden an den Beinen („offene Beine“) und zu anderen Schäden an den Füßen führen.

Bei solchen Schäden am Fuß spricht der Arzt von einem „Diabetischen Fußsyndrom“.

Das Risiko für einen Menschen mit Diabetes mellitus, im Laufe seines Lebens an einem diabetischen Fußsyndrom zu erkranken, ist mit bis zu 34 Prozent anzunehmen [1]. Die Prävalenz eines diabetischen Fußsyndroms (DFS) lag nach Auswertung verfügbarer Versichertendaten in Deutschland 2013 im Mittel bei 6,2 Prozent bzw. bei 8 Prozent der über 80-jährigen Männer [2], andere Studiendaten berichten eine Prävalenz von 10 Prozent für das DFS.

Viele Patienten mit einem Diabetischen Fußsyndrom kommen spät – oft zu spät – zur spezialisierten Behandlung. Die Behandlung ist sehr anspruchsvoll und erfordert eine enge Zusammenarbeit von Spezialisten wie Internisten/Diabetologen, Chirurgen, Diabetesberatern, Wundtherapeuten sowie Orthopädieschuhmachern. Durch die Behandlung in einem solchen Behandlungszentrum kann zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit der Fußamputation um 70 Prozent gesenkt werden.
In Deutschland gibt es aktuell knapp 300 Zentren, davon ca 1/3 stationär, die in dieser Behandlung von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifiziert sind.

Das St. Vincenz Krankenhaus ist seit März 2015, neben der bereits bestehenden Anerkennung als Diabeteszentrum DDG, zertifizierte Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG). Die Behandlung erfolgt nach den aktuellen Leitlinien.

Was wir für Sie leisten

  • zertifiziertes Behandlungszentrum
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • umfassende Wundbehandlung auf unserer Fußstation
  • spezielle orthopädische Schuhmachertechnik
  • strukturierte Wundversorgung durch ein Wundmanagement-Team;

Das IQWiG hat im Auftrag des G-BA eine unabhängige Patienteninformation

„Entscheidungshilfe diabetisches Fußsyndrom: Lässt sich eine Amputation vermeiden?“

erstellt.

Urkunde „Zertifiziertes Diabeteszentrum“ der Deutschen Diabetesgesellschaft 2022 (ca. 200 Kb)