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Enddarmkrebs

Alle Patienten mit dieser Erkrankung werden in unserem Darmzentrum nach aktuellen Leitlinien behandelt.

Definition

Enddarm1

Der letzte Teil des Dickdarmes bis zum After wird End- oder Mastdarm genannt. Alle Tumoren, die mit einem starren Instrument (Rektoskop) gemessen, bis 16 cm vom After entfernt liegen, werden als Enddarmtumoren angesehen. Der Enddarm wird in drei Abschnitte unterteilt (s. Abb. 1). Die Tumorentstehung entspricht dem des Dickdarmkrebses.

Symptome

Vor allem Darmbluten und Stuhlveränderungen (Verstopfung!) sind die häufigsten Zeichen, die auf einen Enddarmkrebs hinweisen können.

Diagnostik

Enddarm2

Die Basisdiagnostik (Blutbild, Stuhlprobe) wird vom Hausarzt durchgeführt. Die Standarduntersuchung zum Nachweis eines Enddarmkrebses ist die Darmspiegelung (Koloskopie ). Nur diese Methode erlaubt es, den gesamten Dickdarm von innen anzuschauen und bei verdächtigen Stellen sofort Gewebeproben zu entnehmen. Anhand dieser Proben kann festgestellt werden, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt. Speziell beim Enddarmkrebs wird durch eine Rektoskopie (starres Gerät) der Abstand des Tumors vom After gemessen. Zusätzlich wird von innen mit einer Ultraschallsonde die Eindringtiefe des Tumors in die Darmwand und ein möglicher Lymphknotenbefall bestimmt. Ergänzt wird die Untersuchung von MRT.

Therapie

Aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, ist es heute in vielen Fällen erforderlich den Tumor zunächst „vorzubehandeln“ (Bestrahlung + Chemotherapie), um dann zu einem bestimmten Zeitpunkt zu operieren. Es ist bewiesen, dass hierdurch das erneute auftreten des Tumors (Rezidiv) in diesem Gebiet erheblich gemindert wird. Dieses Vorgehen muß in jedem Einzelfall geprüft werden und kann nur aufgrund der oben genannten Untersuchungen entschieden werden. Hierfür gibt es klar definierte Kriterien.

Die Operation erfordert je nach Tumorsitz ein unterschiedliches Vorgehen:
Bei Tumoren des unteren und mittleren Drittels muss das gesamte umgebende Fettgewebe mit den Lymphknoten entfernt werden (s. Abb. 2). Tumoren im oberen Drittel werden nur mit einem Teil des Fettgewebes entfernt. Nur bei Tumoren im unteren Drittel ist manchmal ein künstlicher Darmausgang unvermeidbar. Nach der Operation wird der Patient nach dem Fast-Track-Konzept nachbehandelt, so dass er in der Regel eine Woche nach der Operation entlassen werden kann.

In ausgewählten Fällen kann die Operation auch laparoskopisch durchgeführt werden.

Die Prognose beim Enddarmkrebs ist stark vom Tumorstadium abhängig. Durch die Vorbehandlung kann die Rate der Lokalrezidive (s.o.) aber deutlich gesenkt werden.

Bitte beachten Sie: Informationen aus dem Internet sind wichtig, können aber das persönliche, individuelle Gespräch in keiner Weise ersetzen. Sollten sich für Sie weitergehende Fragen ergeben haben, so kommen sie doch in unsere Sprechstunde oder schreiben Sie uns per E-Mail . Wir möchten Ihnen gerne helfen!