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Dickdarmkrebs

Alle Patienten mit dieser Erkrankung werden in unserem Darmzentrum nach aktuellen Leitlinien behandelt.

Definition

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Zellen der Dickdarmschleimhaut können entarten, so dass dann ein Krebsgeschwulst (Carcinom) wächst. Häufig entsteht dieser Krebs auf dem Boden eines Polypen. Erblich bedingte Risikofaktoren, entzündliche Darmerkrankungen und ballastarme Ernährung sind weitere Faktoren, die die Krebsbildung begünstigen. Das Geschwulst kann an verschiedenen Stellen im Dickdarm auftreten (s. Abb. 1). Diese Krebsart ist von allen Krebsarten die zweithäufigste. Jährlich werden in Deutschland deswegen etwa 40.000 Patienten operiert.

Symptome

Darmbluten, Stuhlveränderungen sowie Gewichtsverlust sind häufig die ersten Anzeichen, die auf einen Dickdarmkrebs hinweisen können.

Diagnostik

Die Basisdiagnostik (Blutbild, Stuhlprobe) wird vom Hausarzt durchgeführt. Ergeben sich hier weitere Verdachtsmomente, ist die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) unumgänglich. Nur diese Methode erlaubt es, den gesamten Dickdarm von innen anzuschauen und bei verdächtigen Stellen sofort Gewebeproben zu entnehmen. Während der Untersuchung schläft der Patient. Anhand dieser Proben kann festgestellt werden, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt.

Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes sowie eventuell eine Schichtaufnahme (Computertomographie) vervollständigen die Diagnostik.

Therapie

Dickdarm2

Wird durch die Gewebeentnahme ein Krebs nachgewiesen, so ist fast immer eine Operation erforderlich, die das Geschwulst mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand und mit den umliegenden Lymphknoten entfernt (s. Abb. 2). Ob die Operation mit einem Bauchschnitt oder in der sog. Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) durchgeführt wird, entscheiden wir bei jedem Patienten individuell.

Nach der Operation wird der Patient nach dem Fast Track Konzept behandelt, so dass er in der Regel eine Woche nach der Operation entlassen werden kann.

In seltenen Fällen kann der Krebs sogar durch eine Darmspiegelung von innen ohne Operation abgetragen werden.

In Abhängigkeit vom Tumorstadium (Größe des Tumors und Lymphknotenbefall) ist eine Chemotherapie erforderlich, um die Prognose zu verbessern. Die Chemotherapie wird in der Regel gut vertragen.

Die Prognose beim Dickdarmkrebs ist stark vom Tumorstadium abhängig.

Bitte beachten Sie: Informationen aus dem Internet sind wichtig, können aber das persönliche, individuelle Gespräch in keiner Weise ersetzen. Sollten sich für Sie weitergehende Fragen ergeben haben, so kommen sie doch in unsere Sprechstunde oder schreiben Sie uns per e-mail. Wir möchten Ihnen gerne helfen!