Spatenstich „Neue Mitte“: Startsignal für den Klinikneubau

Mit dem heutigen Spatenstich ist der offizielle Startschuss für den Klinikneubau am St. Elisabeth Hospital Iserlohn gefallen. Das Bauvorhaben ist ein zentraler Schritt, um die medizinische Versorgung in Iserlohn und der Region langfristig zu stärken: Geplant sind moderne Strukturen, kurze Wege und eine Infrastruktur, die sich konsequent an Patientensicherheit, Qualität und effizienten Abläufen orientiert. Zahlreiche Gäste aus Politik, Stadtgesellschaft und regionalen Institutionen begleiteten den Auftakt – darunter NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls zu den Anwesenden sprach.

Zusammenführung der Iserlohner Krankenhausversorgung – Medizin an einem Ort

Der Klinikneubau ist Teil eines klaren, aufeinander aufbauenden Entwicklungskonzepts für Iserlohn. Den ersten Schritt markierte der Neubau der Pflegefachschule, die im November 2025 eingeweiht wurde und seitdem moderne Ausbildungsbedingungen für die Pflege von morgen bietet. Der zweite Schritt – der Abriss des alten Verwaltungsgebäudes – ist ebenfalls bereits erfolgt und hat die benötigten Flächen für den nun startenden Bauabschnitt geschaffen. Mit dem heutigen Spatenstich beginnt die Bauphase des neuen Klinikgebäudes am St. Elisabeth Hospital. Ziel ist die Fertigstell

ung bis 2028. Damit folgt der letzte entscheidende Schritt: Danach folgt der nächste entscheidende Schritt: die Zusammenführung der Krankenhausbetriebe in Iserlohn, indem das Bethanien Krankenhaus Iserlohn an den Standort St. Elisabeth Hospital umzieht.

Mit dem Neubau werden die Voraussetzungen geschaffen, die stationäre Versorgung am Standort als regionalen Schwerpunkt zu komplettieren – mit zeitgemäßer Infrastruktur, verbesserten internen Abläufen und einer Umgebung, in der interdisziplinäre Zusammenarbeit einfacher und schneller gelingt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: klare Wege, umfangreiche, moderne Diagnostik- und Behandlungsstrukturen

sowie ein Umfeld, das auf Sicherheit, Qualität und Komfort ausgerichtet ist. Für Mitarbeitende entstehen moderne Arbeitsbedingungen und eine Infrastruktur, die Prozesse unterstützt, statt sie zu bremsen.

Finanzierung: Förderung durch das Land NRW in Höhe von 75 Mio. Euro – Ein wahres Geschenk für die Menschen im nördlichen Märkischen Kreis

Für die Finanzierung des Klinikneubaus kommt dem Krankenhausstrukturfonds des Landes Nordrhein-Westfalen eine zentrale Bedeutung zu: Von der Förderung in Höhe von insgesamt 75 Millionen Euro kommen rund 36,5 Millionen Euro aus Landesmitteln. Insgesamt liegen die Baukosten des Projekts bei über 90 Millionen Euro. Damit handelt es sich um eine Investition von besonderer Größenordnung für Iserlohn und die Region – und zugleich um ein klares Bekenntnis von Träger und Land zur nachhaltigen Stärkung der stationären Versorgung. Ziel ist es, mit modernen baulichen Strukturen und zukunftsorientierter Infrastruktur die medizinische Leistungsfähigkeit langfristig abzusichern und den Standort dauerhaft wettbewerbs- und entwicklungsfähig aufzustellen in einer gesundheitspolitischen Phase, die viele Umbrüche der Patientenversorgung mit sich bringen.

Zeitkapsel der Krankenversorgung: Ein Moment mit Symbolkraft

Ein besonderer Programmpunkt auf dem Baufeld war die „Zeitkapsel der Krankenversorgung“. Mehrere Vertreter aus Stadt, Klinik, Pflege, Ärzteschaft und Öffentlichkeit füllten die Kapsel mit Symbolen und Zeitdokumenten – darunter die aktuelle Tageszeitung sowie Statements
und symbolische Gegenstände, die den heutigen Stand und die Bedeutung des Neubaus für die Region festhalten. Anschließend wurde die Zeitkapsel sichtbar verschlossen. So entstand ein prägnantes Bild für den Neubeginn und den Brückenschlag zwischen Stadt, Region und Gesundheitsversorgung.

Zukunft erlebbar: 3D-Darstellungen und Signaturwand

Im Anschluss an den Spatenstich kamen die Gäste im neuen Gesundheitscampus zusammen. Dort war der Neubau bereits erlebbar: An großen Bildschirmen wurden 3D-Darstellungen zentraler Bereiche des künftigen Krankenhauses gezeigt. Ergänzt wurde dies durch Motive bisheriger Meilensteine. Zusätzlich lud eine großformatige Signaturwand mit einer Visualisierung des Neubaus Gäste und Mitarbeitende ein, darauf zu unterschreiben. Das signierte Element und die Zeitkapsel sollen später in den Neubau einfließen und dauerhaft ausgestellt werden.

„Der Neubau ist ein klares Signal: Wir stärken die regionale Gesundheitsversorgung nachhaltig und schaffen Strukturen, die den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte gerecht werden.“, sagte Klaus Christophery, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis (KKiMK).

Auch Henning Eichhorst, Geschäftsführer der KKiMK, betonte die Tragweite des Projekts: „Mit der Neuen Mitte am St. Elisabeth Hospital investieren wir nicht nur in Gebäude, sondern in die Zukunft der medizinischen Versorgung vor Ort – leistungsfähig, vernetzt und patientenorientiert. Ein besonderer Dank geht damit nochmals an Minister Karl-Josef Laumann für die großzügige Förderung des zukünftigen Krankenhausgebäudes.“ Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe würdigte den Stellenwert des Vorhabens für die Stadt und die Menschen vor Ort: „Die Neue Mitte ist ein wichtiges Projekt für Iserlohn und die gesamte Region. Es geht um verlässliche Versorgung, Arbeitsplätze und Zukunftsfähigkeit.“ Abschließende Worte fand Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Ich freue mich sehr, dass durch den Klinikneubau hier am St. Elisabeth Hospital ein neuer Schwerpunktversorger unter anderem mit einer neuen Notfallambulanz entsteht. Durch das Projekt wird die Gesundheitsversorgung der Region gestärkt und vor allem noch besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort angepasst.“