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3. August 2021

Welt-Hepatitis-Tag

Hepatitis – oft unterschätzte Erkrankung der Leber

Wie wichtig Vorsorge zur Vermeidung von Leberschäden ist, lassen die weltweit jährlich 1,3 Mio. Todesfälle ganz deutlich erkennen. Die Dunkelziffer ist vermutlich weitaus höher.

Dr. med. Sabine Redemann, Chefärztin der Gastroenterologie am Mendener St. Vincenz Krankenhaus, nimmt den jährlichen Welt-Hepatitis-Tag, der dieser Tag stattfindet, zum besonderen Anlass, auf diese gefährliche und teilweise sogar lebensbedrohliche Krankheit hinzuweisen.

„Hepatitiden – so der Fachbegriff – können zu einer Leberzirrhose führen, aber auch zu Leberkrebs und sind somit lebensgefährlich“, weiß die erfahrene Gastroenterologin zu berichten. „Bei uns im Mendener St. Vincenz Krankenhaus diagnostizieren wir diese Krankheit mithilfe von Blutuntersuchungen, Ultraschall und auch mittels Punktionen. Je eher die Erkrankung erkannt wird, desto besser kann man die entsprechende Therapie einleiten. Die Behandlung wird nach der ersten Diagnostik in der Regel ambulant weitergeführt.“

Typische Symptome einer Hepatitis-Erkrankung können Müdigkeit, Abgeschlagenheit, aber auch Juckreiz der Haut sein. Zum Teil seien auch nur leicht erhöhte Werte zu verzeichnen und durch moderne Medikamente könnten fast alle Formen geheilt oder zumindest eingedämmt werden, so Frau Dr. Redemann.

Gelbsucht – auch eine Form der Hepatitis

Die weitläufig als „Gelbsucht“ bekannte „Hepatitis A“ läuft unter dem Begriff „Reisekrankheit“, die häufig durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen wird und zu den typischen Lebererkrankungen gehört. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Lebergewebes, die grippeartige Symptome, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und auch Bauchschmerzen mit sich bringt. Der Name „Gelbsucht“ rührt daher, dass sich Haut und Augen während der Akutphase gelb verfärben.

Dagegen ist die „Hepatitis B“ die am weitesten verbreitete Infektionskrankheit, die durch infiziertes Blut oder Sperma übertragen wird. Häufig wird die Krankheit chronisch und kann schwere Leberschäden verursachen. Für diese Form der Hepatitis existiere aber bereits seit langer Zeit ein Impfstoff, der die Viren reduziert, auch wenn eine komplette Heilung nicht möglich sei.

Wer eine Untersuchung veranlassen möchte oder weitere Informationen zur Krankheit benötigt, kann sich in der Gastroenterologie des St. Vincenz Krankenhauses Menden telefonisch unter 02373 168 1601 melden.